• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden. Das Land Hessen startet zum 1. Juli 2020 im Rahmen des Programms „SPORTLAND HESSEN bewegt“ ein Pilotprojekt zur Einführung von „Bewegungskoordinatoren“ auf Landkreisebene. Wie Innen- und Sportminister Peter Beuth in Wiesbaden bekannt gab, ziele das neue Programm darauf ab, die Themen Bewegung, Sport, Gesundheit und Freizeit auf Kreisebene voranzubringen und Angebote weiter auszubauen. Mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf startet die erste Modellregion, in der eine „Bewegungskoordinatorin“ eingerichtet wird. Die Dauer des Modellprojekts ist auf drei Jahre angelegt. Das Land fördert im Rahmen des Projektes die Personalstelle mit insgesamt 120.000 Euro.

„Mit dem Landesprogramm wollen wir das Bewusstsein und die Begeisterung für mehr Sport und Bewegung über alle Lebensbereiche hinweg in unseren Landkreisen wecken und die Bürgerinnen und Bürger auf entsprechende Sportangebote in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld hinweisen. Sport ist wichtig. Schließlich steigert er nicht nur die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und das soziale Miteinander. Deshalb gilt es, die Sport-Potentiale in unseren Landkreisen zu erkennen und strukturell auszubauen. ‚Bewegungskoordinatoren‘ können hierbei zur Vernetzung beitragen und Synergieeffekte wecken. Alle relevanten Akteure aus Sport und Gesundheit sollen zusammengebracht und die regionalen Strukturen des organisierten Sports, der Sportkreise und Sportvereine gebündelt werden“, so Sportminister Peter Beuth.

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport und der Landessportbund Hessen sehen im Themenfeld „Sport und Gesundheit“ einen Schwerpunkt der Sportentwicklung in Hessen. Das 2018 vorgestellte Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ besteht aus verschiedenen Bausteinen. Neben der Unterstützung von Kooperationen von Schulen und Sportvereinen wird unter dem Programm auch der „Hessische Bewegungscheck“ als Pilotprojekt eingeführt. Dabei absolvieren Drittklässler während des Sportunterrichts einen Parcours, der aus zwölf zu bewältigenden Aufgaben besteht. Unterstützt von Helfern der den Schulen zugehörigen Sportkreise werden die Ergebnisse gesammelt und anonym zur Auswertung an die Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt übermittelt. Eltern von Drittklässlern erhalten dann das Sporttestergebnis der Schulklasse ihres Kindes und über den zugehörigen Sportkreis ergänzende Empfehlungen zu konkreten Sport- und Bewegungsangeboten vor Ort.

„Politik und Sport haben erkannt, welche Bedeutung und welchen direkten Zusammenhang die Bereiche Sport und Gesundheit besitzen. Wir haben aus dieser Erkenntnis Umsetzungsmodelle für die Menschen in Hessen entwickeln, um neue Anreize für mehr Bewegung zu schaffen. Dabei wollen wir die Begeisterung für mehr Sport bei Kindern und Jugendlichen wecken, Sportangebote für ältere Menschen in Vereinen fördern und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum stärken“, sagte Sportminister Peter Beuth.

Rund 7.700 Vereine bilden den Kern des organisierten Sports in Hessen. Rund zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger sind im Land in einem Sportverein Mitglied. Aufgrund seiner Bedeutung für die Gesellschaft fördert die Hessische Landesregierung den Sport in Hessen 2020 mit fast 59 Millionen Euro.

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