• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden. Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat das Hessen Cyber Competence Center (Hessen3C) eröffnet. In den neuen Räumlichkeiten auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Westhessen arbeiten bereits mehr als 20 IT-Experten aus der Verwaltung, der Polizei sowie des Verfassungsschutzes Seite an Seite, um das Landesnetz vor Cyberangriffen zu schützen. Die Spezialisten unterstützen auch hessische Städte und Gemeinden, sind zentrale Ansprechpartner für Unternehmen der kritischen Infrastrukturen (z.B. Stromversorger, Wasserwerke oder Krankenhäuser) und bieten darüber hinaus auch kleinen und mittleren Betrieben ihr Knowhow an. Noch bis Ende des Jahres soll der Personalbestand auf etwa 50 Mitarbeiter anwachsen; bis Ende 2021 sogar auf bis zu 100 Beschäftigte.

„Ab sofort ist Hessen3C die zentrale Cyber-Sicherheits-Einheit in unserem Land. In einer immer stärker vernetzten virtuellen Welt sind wir auf smarte Behörden angewiesen, die frühzeitig Bedrohungen erkennen und unsere Daten vor Manipulation oder Spionage schützen. Oberstes Ziel unserer IT-Spezialisten ist es, Cyberangriffe zu verhindern. Dafür können unsere Fachleute genauso auf die Expertise von Polizei und Verfassungsschutz setzen, wie auch auf den Austausch mit Wissenschaft und Forschung in Hessen. Wir werden Hessen3C zu einer innovativen und leistungsstarken Denkfabrik ausbauen. Entwicklungen im Cyberraum müssen wir so früh wie möglich erkennen, um für hessische Daten ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu erzielen“, sagte der Hessische Innenminister.

Hessen3C bietet eine Plattform und einen Rahmen für die strukturierte Zusammenarbeit kompetenter Cybersicherheitsspezialisten aus den Bereichen Cybercrime, Cybersecurity und Cyberintelligence. Sie arbeiten zusammen in einer Organisationseinheit und beziehen dabei die fachlich oder örtlich zuständigen Stellen gezielt mit ein. Die Mitarbeiterschaft besteht aus Fachleuten des Computer Emergency Response Teams (CERT-Hessen), der hessischen Polizei und des Landesamts für Verfassungsschutz. Täglich erstellen die IT-Spezialisten ein behördenübergreifendes Cybersicherheitslagebild. Soweit Bedrohungen akut sein sollten, werden die Partner aus der Landes- und Kommunalverwaltung umgehend mittels eines Warn- und Informationsdienstes unterrichtet.

„Alleine unser Landesnetz wird täglich viele tausend Male angegriffen. Das gilt genauso für kommunale Systeme. Dank moderner Software und zielgerichteter Präventionsmaßnahmen werden fast alle dieser Attacken erfolgreich automatisiert abgewehrt. Echte Bedrohungen im Cyberraum aus den untauglichen zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten ist daher eine zentrale Aufgabe des Hessen3C. Eine hochkomplexe Aufgabenstellung bei der wir auf die Mithilfe von anderen Behörden, aus der Wirtschaft und auch von privaten Fachleuten angewiesen sind: je früher das Hessen3C von einem Angriff erfährt, desto schneller kann die Bedrohung eingedämmt werden“, betonte Peter Beuth.

Ein besonderes Augenmerk der IT-Spezialisten liegt auf dem Schutz der sogenannten kritischen Infrastrukturen. „Strom, Wasser oder die ärztliche Versorgung muss jederzeit gewährleistet sein. Als zentrale Ansprechstelle steht Hessen3C Unternehmen der kritischen Infrastrukturen aber auch der Wirtschaft jederzeit rund um die Uhr zur Verfügung. Mit unserem neuen Mobile Incident Response Team (MIRT) unterstützen wir im Falle eines Cyberangriffes auch landesweit vor Ort. Unsere Spezialisten helfen bei der Analyse und Schadensbegrenzung und führen digitalforensische Datensicherungen durch“, so der Innenminister.

Das Kompetenzzentrum steht Unternehmen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zur Verfügung, um konkrete Vorfälle zu melden. Auch bei konzeptionellen Fragen unterstützen die Experten. Die Beratung ist immer streng vertraulich, ergebnisoffen und produktneutral.

E-Mail: cybercompetencecenter@hmdis.hessen.de; Telefon: 0611 / 353-9900. Weitere Infos gibt es auch unter hessen3c.hessen.de

Bürgerinnen und Bürger können sich nach wie vor direkt an die hessische Polizei wenden. Es wurde dort ein Netz von Cybercrimefachberatern aufgebaut, die für jeden als direkter Ansprechpartner zur Verfügung stehen – ob telefonisch, per Mail oder im persönlichen Gespräch.

« Innenminister Peter Beuth: „Durch unermüdliches Wirken einen Namen gemacht“ Der neue Wahlkreisbrief ist da! »