• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden/ Ghana. Hessens Innenminister Peter Beuth ist nach Ghana gereist. In der Hauptstadt Accra besuchte der Staatsminister heute das Kofi Annan International Peacekeeping and Training Centre (KAIPTC), sah sich eine polizeiliche Trainingsmaßnahme an und führte auch Gespräche mit Sicherheitsexperten und deutschen Kursdirektoren, darunter ein hessischer Polizeibeamter.

„Das KAIPTC in Accra ist ein durch die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS anerkanntes Trainingsfachzentrum. Im Rahmen der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsstruktur bildet es ziviles Personal, Polizei und Militär in Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Wiederaufbau aus und bereitet sie auf ihre Aufgaben in regionalen und internationalen Friedenseinsätzen vor. Nachhaltige friedenssichernde Beratungs- und Aufbaumaßnahmen in verschiedenen Regionen der Welt sind für die internationale Staatengemeinschaft und somit auch für Deutschland und Hessen als großes Verkehrsdrehkreuz in Europa bedeutsam. Gezielte Krisenprävention in Afrika trägt zur Sicherheit in Europa bei. Deshalb beteiligt sich das Land bei zahlreichen Auslandsmissionen weltweit. Derzeit sind 15 hessische Polizeibeamtinnen und -beamte für Auslandsmissionen abgeordnet“, so Peter Beuth.

In Accra traf sich Hessens Innenminister zuvor mit Vertretern der Deutschen Botschaft, sprach mit Ghanas Innenminister Ambrose Dery über aktuelle Herausforderungen und informierte sich im Hauptquartier des Ghana Police Service bei Inspector-General Police (IGP) David Asante-Apeatu über Maßnahmen der Sicherheitsbehörden des Landes.

Im Rahmen der Delegationsreise (6. – 9. März) finden in den beiden kommenden Tagen Treffen mit Vertretern deutscher Institutionen von politischen Stiftungen sowie aus Kultur und Wirtschaft statt. Im Ende 2017 eröffneten Migrationsberatungszentrum des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Accra informiert sich Staatsminister Peter Beuth zudem über die Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ investiert in Projekte in Ghana, die gezielt für Rückkehrer geöffnet werden, fünf Millionen Euro. Dadurch sollen unter anderem Existenzgründer im Agrarsektor gefördert, bei der Jobvermittlung unterstützt und der Zugang zu Krediten verbessert werden.

Hintergrund:

Im Rahmen der nachhaltigen deutschen Ausbildung und Programmbegleitung für ziviles polizeiliches Personal in Westafrika sind in Ghana seit nahezu drei Jahren ein hessischer Polizeibeamter als Kursdirektor sowie temporär einzelne hessische Polizeitrainer tätig. Die von deutschen Polizeibeamten durchgeführten Vorbereitungstrainings richten sich an Teilnehmer/-innen für Friedensmissionen innerhalb der Afrikanischen Union sowie auf internationaler Ebene. Zielgruppe sind überwiegend polizeiliche Führungskräfte.

Der Bund und die Länder beteiligen sich derzeit mit rund 230 Polizeibeamtinnen und -beamten an internationalen Polizeimissionen und Unterstützungsmaßnahmen, davon 15 aus Hessen. Ein Drittel des Polizeipersonals im Ausland wird vom Bund, zwei Drittel von den Ländern entsendet. Die Länderbeamten werden bei ihren Auslandsmissionen zur Bundespolizei abgeordnet und den Organisationen zugewiesen. Eine Auslandsmission beträgt grundsätzlich zwölf Monate.

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