• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden. Innenminister Peter Beuth hat den SV Wehen Wiesbaden in der BRITA-Arena besucht und einen Förderbescheid für ein Fanprojekt in der Landeshauptstadt übergeben. Das Land Hessen fördert die Arbeit des Projektträgers, dem „Verein zur Förderung mobiler Jugendarbeit“ (MOJA e.V.), im Jahr 2019 mit 37.500 Euro.

„Die Werte von Teamgeist, Fairplay und Fairness sind grundlegende Bestandteile des Sports und werden in der Wiesbadener Fanszene künftig dank der engagierten Arbeit des Fanprojekts MOJA e.V. gemeinsam mit den Vereinsanhängern gelebt. Wiesbaden ist seit nunmehr zehn Jahren Standort von professionellem Fußball. Das neue Fanprojekte arbeitet präventiv und trägt durch seine Angebote dazu bei, dass sich die Fans an die Regeln halten und die Fußballspiele friedlich verlaufen. Es ist zu begrüßen, dass die Stadt Wiesbaden, zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Land Hessen das Projekt Anfang 2019 aus der Taufe gehoben haben. Der SVWW spielt erneut eine überragende Saison und ist als Tabellendritter nah dran am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ich drücke dem Verein und allen Fans fest die Daumen, dass wir alle zusammen nach dem 38. Spieltag die Krönung in Form des Aufstiegs in die 2. Bundesliga feiern können“, betonte Sportminister Peter Beuth.

Träger für das Wiesbadener Fanprojekt ist der Verein MOJA e.V., ein anerkannter Träger der Jugendhilfe in der Stadt Wiesbaden. MOJA wurde 1996 als „Verein zur Förderung ambulanter Jugendarbeit“ auf Initiative der Abteilung Bezirkssozialarbeit des Amtes für Soziale Arbeit gegründet. Der Verein ist in den Stadtteilen südliche Innenstadt, Rheingauviertel und Klarenthal mit mobilen und offenen Jugendangeboten aktiv. Durch den Schwerpunkt in der mobilen Jugendarbeit eignet sich der Träger gut für die Trägerschaft des Fanprojektes. Das Fanprojekt ist in die Strukturen von MOJA e.V. eingegliedert und kann somit auf bestehende Strukturen und Netzwerke zurückgreifen. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit weiteren Trägern der Jugendarbeit in Wiesbaden.

Das Fanprojekt von MOJA e.V. hat seine Arbeit zum 1. Januar 2019 aufgenommen und arbeitet auf Grundlage des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit von 2012 und richtet sich insbesondere an Fans von 12 bis 27 Jahren. Der Fokus liegt dabei auf einer Zielgruppe, die besonders leicht verführbar ist für Regelverletzungen aller Art, extremistisches Gedankengut oder sogar dem Einsatz von Gewalt. Hier setzt die sozialpädagogische Arbeit des Fanprojektes an. Durch den szenenahen und sozialpädagogischen Ansatz zur aktiven Fanszene sollen möglicher Gewalt und Aggressionen schon in ihrer Entstehung engegengewirkt werden und damit gleichzeitig die Akzeptanz von demokratischen und humanitären Prinzipien und Werten gestärkt werden, damit sich im Rahmen von Fußballspielen alle an die Regeln halten.

Das Team des Fanprojekts MOJA tritt aktiv in den Dialog mit den Anhängern des SV Wehen Wiesbaden und setzt sich für ihre Anliegen ein. Ob bei Heimspielen, auf Auswärtstouren oder anderen Terminen im Fankalender: Die Mitarbeiter von MOJA e.V. stehen künftig als Ansprechpartner der Fanszene zur Verfügung.

Permanenter Austausch mit der Fanszene

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport führt seit 2015 einmal im Jahr gemeinsam mit Fanvertretern der hessischen Profi-Fußballvereine eine Dialogveranstaltung zu sicherheitsrelevanten Themen durch. Das gemeinsame Treffen des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Landespolizeipräsidium, Szenekundigen Beamten, Fans, Fanprojekten, DFB/DFL, Vereinen und den jeweiligen Städten fördert den Austausch der Beteiligten und soll auf die Eindämmung der Gewalterscheinungen im Fußball einwirken.

Seit 2014 wurden die hessischen Fanprojekte mit rund einer Million Euro allein vom Land gefördert. Dabei orientiert sich die Förderung nach dem im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit vorgegebenen Schlüssel. Der Deutsche Fußballbund und die Deutsche Fußball Liga tragen 50 Prozent, Land und die jeweilige Kommune 25 Prozent der Projektkosten.

Infos zum Projekt gibt es unter www.moja-wiesbaden.de.

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