• eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -
    Wiesbaden. Hessens Innenminister Peter Beuth hat der Gemeinde Heidenrod einen Förderbescheid über 60.000 Euro für die Zusammenlegung der Ortsteilfeuerwehren Kemel und Watzelhain zur Freiwilligen Feuerwehr Kemel sowie Zorn und Niedermeilingen zur Freiwilligen Feuerwehr Zorn überreicht. Für jede Ortsteilfeuerwehrfusionen steuert das Land jeweils 30.000 Euro aus Fördermitteln der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) bei. „Angesichts rückläufiger Aktivenzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Watzelhain und Niedermeilingen sind die Fusionen die richtigen Schritte. Mit den Zusammenlegungen ist der Brandschutz in Heidenrod auch künftig gesichert. Die Feuerwehren gewährleisten dadurch ihre Einsatzbereitschaft und erzielen obendrein noch Einsparungen für die Gemeinde“, sagte der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Durch die Fusionen entfällt der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Watzelhain sowie die Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF). Es wird lediglich der Bau eines kostengünstigeren Einstellplatzes für ein Mannschaftstransportfahrzeug in Kemel notwendig. In Niedermeilingen entfällt die Sanierung des Feuerwehrhauses. Mit den Zusammenlegungen kann durch Einsparung von Bau- und Sanierungskosten (ca. 500.000 Euro) sowie von Personalkosten und Aufwandsentschädigungen der Wehrführungen ein jährlicher Effizienzgewinn von insgesamt 59,5 Prozent erzielt werden. „Die Fusionen in Heidenrod haben Vorbildcharakter für andere Kommunen in ganz Hessen, da die Orteilfeuerwehren damit einmal mehr zeigen, wie lokale Aufgabenwahrnehmungen gebündelt und Synergieeffekte sinnvoll genutzt werden können“, sagte Minister Peter Beuth.

Landesregierung fördert Interkommunale Zusammenarbeit

Die Hessische Landesregierung sieht gerade über Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) eine zukunftsfähige Lösung für kleine Gemeinden im ländlichen Raum. Das Land fördert und unterstützt interkommunale Kooperationen seit mittlerweile zehn Jahren. Seit Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung vom August 2008 wurden insgesamt mehr als 240 Bewilligungen mit einer Gesamtsumme von rund 17 Millionen Euro, bei einer Beteiligung von annähernd 400 Kommunen, ausgesprochen. Auf großes Interesse stößt die Förderung von Ortsteilfeuerwehrfusionen. Bis Dezember 2017 wurden bereits 48 Fusionsprojekte mit 118 beteiligten Ortsteilwehren gefördert.

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